Statement:Grüne: Transparenz statt Gentechnik-Lockerungen

Die mögliche Aufweichung der EU-Kennzeichnungspflicht für gentechnisch verändertes Gemüse, Getreide oder Obst sehen wir äußerst kritisch. Verbraucher*innen müssen eindeutig erkennen können, ob ihre Lebensmittel gentechnisch verändert sind. Wir bestehen auf einer konsequenten Kennzeichnung – ohne Ausnahmen.

In Brüssel tagt heute (03.12.) erneut der „Trilog“ zwischen Ministerrat, Europaparlament und EU-Kommission, um über eine mögliche Abschaffung der Gentechnik-Kennzeichnung zu entscheiden. Parallel dazu hat heute der Agrarausschuss des Niedersächsischen Landtages im Rahmen einer Anhörung über einen entsprechenden CDU-Antrag beraten, der ebenfalls eine Aufhebung etablierter Vorschriften zur Gentechnik vorschlägt. Hierzu sagt Christian Schroeder, Sprecher für Verbraucherschutz und Ernährung der Grünen Landtagsfraktion Niedersachsen:

Die Anhörung im Agrarausschuss hat gezeigt, dass der CDU-Antrag deutlich zu weit geht und zentrale Risiken ignoriert. Weder sind die Fragen zu den Patenten geklärt, noch wird auf das wichtige Thema der Kennzeichnung für die Verbraucher*innen eingegangen. Wir werden die Stellungnahmen nun auswerten und einen eigenen Vorschlag vorlegen, der Verbraucherschutz, Transparenz und gentechnikfreie Landwirtschaft stärkt. Unser Kurs ist klar: Keine Gentechnik auf Niedersachsens Feldern und Tellern. Niedersachsen ist dem europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen nicht ohne Grund beigetreten. Wir werden diese Linie fortsetzen: Eine Förderung des Anbaus oder der Forschung an grüner Gentechnik mit Landesmitteln lehnen wir ab.

Die mögliche Aufweichung der EU-Kennzeichnungspflicht für gentechnisch verändertes Gemüse, Getreide oder Obst sehen wir äußerst kritisch. Verbraucher*innen müssen eindeutig erkennen können, ob ihre Lebensmittel gentechnisch verändert sind. Wir bestehen auf einer konsequenten Kennzeichnung – ohne Ausnahmen.

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