Statement:Grüne: Tiergerecht wirtschaften, mit klaren Regeln und fairen Fristen

Das Aus für die Anbindehaltung fußt auf dem Niedersächsischen Tierschutzplan, der schon etliche Jahre vorliegt. Es war höchste Zeit, dass jetzt auch diese Empfehlungen für eine tierschutzgerechte Haltung von Rindern umgesetzt werden.

Die Anbindehaltung bei Rindern soll in Niedersachsen bald grundsätzlich untersagt sein. Auf einen entsprechenden Erlass haben sich das Landwirtschaftsministerium, das Landvolk und der Landestierschutzverband verständigt. Dazu sagt Christian Schroeder, tierschutzpolitischer Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag:

Alle Akteur*innen haben auf Initiative von Landwirtschaftsministerin Staudte hin einen tragfähigen und praxistauglichen Kompromiss gefunden. Das Aus für die Anbindehaltung fußt auf dem Niedersächsischen Tierschutzplan, der schon etliche Jahre vorliegt. Es war höchste Zeit, dass jetzt auch diese Empfehlungen für eine tierschutzgerechte Haltung von Rindern umgesetzt werden.

Rinder haben ein ausgeprägtes Bewegungs- und Sozialbedürfnis. Dass die Tiere in vielen Betrieben noch immer mehrere Monate im Jahr oder täglich über Stunden angebunden sind, passt schlicht nicht mehr in unsere Zeit. Das von Landvolk und Tierschutzverband getragene Verbot sorgt für einen nötigen und klaren Schlussstrich.

Gleichzeitig gilt: Wer Verantwortung für Tiere übernimmt, braucht auch Planungssicherheit. Die nun vorgesehenen Übergangsfristen und Ausstiegshilfen schaffen einen fairen Rahmen für die Betriebe, die den nötigen Umbau vollziehen und neue Wege einschlagen. Unser Ziel ist eine Nutztierhaltung, die ökologisch, wirtschaftlich und vor allem tiergerecht ist. Das Verbot der Anbindehaltung ist ein wichtiger Durchbruch für mehr Respekt vor dem Tier und für eine zukunftsfähige Landwirtschaft.

 

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