Statement:Grüne: Kontrollen sorgen dafür, dass aus Mängeln keine Risiken werden

Guter Verbraucherschutz fällt meistens erst dann auf, wenn er fehlt. Werden Probleme in Betrieben und Restaurants rechtzeitig entdeckt und Risiken beseitigt, bekommen Verbraucher*innen davon im besten Fall wenig mit.

Verbraucherschutzministerin Miriam Staudte sowie Vertreter*innen des LAVES und des Landkreistages haben die Ergebnisse des Verbraucherschutzberichts 2025 vorgestellt. Dazu sagt Christian Schroeder, Sprecher für Verbraucherschutz der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag:

Guter Verbraucherschutz fällt meistens erst dann auf, wenn er fehlt. Werden Probleme in Betrieben und Restaurants rechtzeitig entdeckt und Risiken beseitigt, bekommen Verbraucher*innen davon im besten Fall wenig mit. Dafür wurden im vergangenen Jahr landesweit Betriebe und Restaurants mehr als 57.000 Mal kontrolliert und knapp zwei Millionen Untersuchungen durchgeführt. Diese Zahlen belegen gut, was die Beschäftigten in den kommunalen Behörden und beim LAVES leisten.

Dass diese Kontrollen nötig sind, zeigt der Bericht ebenso. Bei fast 58 Prozent der Kontrollen gab es Beanstandungen, auch wenn die Anlässe häufig geringfügig waren. Besonders bedenklich sind die Ergebnisse bei der Untersuchungen von Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder. Bei der Hälfte der analysierten Produkte wurden unzulässige gesundheitsbezogene Angaben festgestellt. Außerdem wichen gemessene Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen teilweise von den Angaben ab. Gerade bei Produkten für Kinder müssen Eltern darauf vertrauen können, dass drin ist, was draufsteht.

Der Verbraucherschutzbericht zeigt deshalb vor allem, dass es die Vielzahl an Kontrollen und Untersuchungen dringend braucht. Entscheidend ist, dass Kommunen und LAVES auch künftig über genügend Fachleute und eine moderne Laborausstattung verfügen, um weiterhin genau hinsehen zu können.

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